Der Kongress

75 Jahre LSD: Wohin führt die Reise?

Eine Jubiläumsveranstaltung zum 75. Jahrestag der LSD-Entdeckung

Am 19. April 2018 jährt sich die Entdeckung der psychoaktiven Potenz des LSD zum 75. Mal. Der Schweizer Chemiker Dr. Albert Hofmann hatte die Substanz für seinen Arbeitgeber Sandoz 1938 hergestellt – ihre wundersame Wirkung blieb jedoch verborgen. «Einer seltsamen Ahnung folgend» synthetisierte er sie 1943 erneut und unternahm am 19. April einen ersten Selbstversuch. Seine legendäre Fahrradfahrt unter LSD-Einfluss ist in die Popkultur eingegangen und wird seit den 1960er Jahren als Bicycle Day gefeiert.

 

Seit der Entdeckung der potentesten aller psychoaktiven Substanzen, erlebten Millionen Menschen auf der ganzen Welt wundersame Halluzinationen, tiefgreifende psychologische und spirituelle Erfahrungen, erdachten und schufen alternative Gesellschaftsformen, neue Musik und Kunst, erfuhren Heilung von Sucht oder Depression, erhielten nie gekannte Einsichten in das menschliche Bewusstsein.

 

LSD ist zur bekanntesten und umstrittensten psychedelischen Substanz geworden – ein Molekül, das die Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts beeinflusste und veränderte wie wenige andere Entdeckungen.

 

Nachdem LSD 1966 im Zuge des Kriegs gegen Drogen von den USA gebannt und verboten wurde, zogen die anderen Staaten nach. 1973 durfte LSD letztmalig zur therapeutischen Behandlung verwendet werden, bevor sich der Gebrauch des Psychedelikums vollständig in den Untergrund verlagerte.

 

Seit einigen Jahren findet eine regelrechte Renaissance der Forschung mit LSD und anderen psychedelischen Substanzen statt – seit dem internationalen Symposiumin Basel 2006 zum 100. Geburtstag von Albert Hofmann kommt die klinische LSD-Forschung mit einem Schwerpunkt in der Schweiz langsam wieder in Gang.

 

Das eintägige Symposium anlässlich des 75. Jahrestags seiner Entdeckung – zehn Jahre nach dem Tod seines Entdeckers – ist vornehmlich der wissenschaftlichen LSD-Forschung gewidmet.

 

Es freut uns sehr, dass die beiden noch lebenden Kinder und ein Enkel von Albert Hofmann, Beatrix Nabholz, Andreas Hofmann und der Chemiker Simon Duttwyler bereit sind, an einem Podiumsgespräch persönliche Erlebnisse und Geschichten aus dem Leben ihres Vaters bzw. Grossvaters zu teilen.

 

 

Markus Berger Peter Gasser  Roger Liggenstorfer Lucius Werthmüller
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